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04.05.2018

Jugendliche enttäuscht von Vonovia

Die Wohnungsbaugesellschaft Vonovia geht kaum auf die Wünsche von Jugendlichen bei den Umbauplänen in der Siedlung Westhausen ein.

Im Jugendtreff „Alte Bäckerei“ in der Siedlung Westhausen wird eifrig diskutiert. Am vergangenen Montag hatten sich sechs Jugendliche zum zweiten Mal mit Vertretern der Wohnungsbaugesellschaft Vonovia zu einem Gespräch getroffen, nachdem sie im März in einem offenen Brief den Erhalt von mehr Spielflächen gefordert hatten – etwa durch den Bau eines Multifunktionsplatzes auf den Wiesen im Westring. Hier entstehen derzeit im Auftrag der Vonovia 36 weitere Wohnungen im Rahmen einer Nachverdichtung, sodass ein Teil der Wiesenfläche zukünftig wegfällt.

Das Ergebnis des Gesprächs sorgt bei den Jugendlichen für Unmut: „Was wir uns gewünscht haben, ist nicht in Erfüllung gegangen“, sagt die 15-jährige Lena. Die Wohnungsbaugesellschaft bietet den Jugendlichen eine Spende über 2500 Euro für den Jugendtreff zur freien Verwendung an. Außerdem gebe es die Möglichkeit, einen Antrag bei der Vonovia-Stiftung zu stellen, um für einen nahegelegen Spielplatz weitere Geräte anzuschaffen beziehungsweise die vorhandenen Geräte zu sanieren.

Das Angebot hängt derzeit auf einem großen Plakat im Eingangsbereich des Jugendtreffs aus. Bis Ende der Woche sollen die Jugendlichen darüber diskutieren und entscheiden, ob sie es annehmen wollen. „Wir als Jugendtreff werden der Entscheidung der Jugendlichen folgen“, sagt Christoph Bochentin, Leiter des Jugendtreffs.

Das Angebot wird unter den Jugendlichen durchaus kontrovers erörtert: „Wir hätten uns zwar eine höhere Spende oder eine Multifunktionswiese mit Skate-Rampe oder ähnlichem gewünscht, aber wenn wir das jetzt ablehnen haben wir am Ende gar nichts“, sagt Lena. Der 14-jährige Marc stimmt ihr zwar zu, ärgert sich jedoch über das Angebot: „Für so viele Jugendliche, die hier regelmäßig herkommen, ist das nicht viel Geld“, sagt Marc. „Vor allem für ein Unternehmen, das so viel Gewinn macht.“

Für das, was man den Jugendlichen wegnehme, sei das Angebot kein angemessener Ausgleich. Gerade deshalb will der 14-jährige Elias nicht auf das Angebot eingehen: „Es besteht zwar die Gefahr, dass wir dann gar nichts kriegen, aber ich würde trotzdem weiterkämpfen.“ Neben dem Ergebnis ärgert die Jugendlichen auch der Umgang mit ihnen im Rahmen des Gesprächs. „Die Vertreter der Vonovia haben zum Beispiel das Wort Budget vermieden und stattdessen Taschengeld gesagt“, sagt Lena. „Ich habe mich dabei wie ein Kleinkind behandelt gefühlt.“ Auch Marc fühlt sich von der Wohnungsbaugesellschaft nicht ernstgenommen. „Die wollen uns mit dem Geld einfach loswerden.“

Die Vonovia zeigt sich mit den Gesprächen zufrieden. Diese seien bisher sehr konstruktiv verlaufen und man habe zunächst ausloten müssen, was umgesetzt werden kann, da nicht alle Anliegen die eigenen Bestände betroffen haben. „Wir freuen uns, dass es so engagierte Jugendliche gibt, denen ihr Viertel am Herzen liegt“, sagt Max Niklas Gille, Pressesprecher der Vonovia.

Wie wahrscheinlich es ist, dass bei der Vonovia-Stiftung beantragte Geräte finanziert werden können, sei nicht einzuschätzen, da die Stiftung eigenständig agiere. „Das Anliegen der Jugendlichen passt aber gut zum Zweck der Stiftung“, sagt Gille. „Wir haben mit Hilfe der Stiftung zudem bereits ähnliche Projekte durchgeführt.“ Für die Jugendlichen wolle man weiter als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, da das gemeinsame Ziel ein schönes Quartier sei.

Unabhängig vom Ergebnis der Debatte im Jugendtreff und dem Ergebnis der Gespräche, wollen die Jugendlichen sich auch zukünftig für ihre Interessen einsetzen. „Es war bisher ein anstrengender Weg, aber wenn es um etwas geht, dass uns viel bedeutet, werden wir uns wieder dafür einsetzen“, sagt Lena. Auch Pädagoge Bochentin lobt den Einsatz der Jugendlichen unabhängig vom Ergebnis: „Es ist einfach großartig, was die Jugendlichen hier geleistet haben.“



Artikel Frankfurter Rundschau, vom 04.05.2018. Von Dominik Brück

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