08.02.2019
Teilsperrung Guerickestraße, Ecke Heerstraße
Wegen privater Kanalbauarbeiten wird die...
mehr
04.02.2019
Ab sofort können Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre kostenlos die 13 städtischen Frei- und Hallenbäder besuchen.
Ab sofort können Kinder und Jugendliche...
mehr
26.01.2019
In einem ehemaligen Bunker wohnen
Ein Investor möchte einen Luftschutzbunker...
mehr
20.01.2019
Wasserwerk für neuen Stadtteil problematisch?
Die Pläne für den neuen Stadtteil in Frankfurt...
mehr
11.01.2019
Die Angst vor dem Verkehrskollaps
In unserer Serie blicken wir zurück auf...
mehr
10.01.2019
Ungepflegter Zustand: Dieser Friedhof in Frankfurt-Praunheim ist kein schöner Ort zum Trauern
Schiefe Grabsteine und Löcher in der Asphaltdecke...
mehr
20.12.2018
Zwei Gartenhütten angezündet
Gestern Abend haben Unbekannte in einem...
mehr
09.12.2018
Ärger über plötzliche Rodung in Praunheim
Eine unangekündigte Baumfällung erzürnt...
mehr
09.12.2018
Magistrat beschließt WLAN für Schulen
In seiner Sitzung am Freitag, 7. Dezember,...
mehr
09.12.2018
Im Nordwesten müssen sich die Nutzer von Bussen und Bahnen ab Sonntag auf einige Änderungen einstellen
Streckentausch bei der U 6 und der U 7:...
mehr
Tipps und Infos zur Freizeitgestaltung in und um Heddernheim.
mehr Infos


Gedichte und Geschichten von Heddernheimer Bürgern. z.B.
Ohne Worte!

mehr

Wussten Sie eigentlich?

mehr

Die Motzbox ist der Heddernheimer Kummerkasten für Beschwerden usw. der Heddernheimer Bürger z.B.

Endlich! Wurde auch Zeit!

mehr

 









30.12.2013

Die Zeit ohne Supermarkt ist nun vorbei

In der Heinrich-Lübke-Siedlung sind jedoch nicht alle zufrieden: Ein Discounter wird vermisst. Seit Mitte Dezember hat die Heinrich-Lübke-Siedlung in Praunheim mit dem Rewe im neuen Quartierszentrum wieder einen Supermarkt. Für viele ältere Bewohner der Siedlung ist dies ein Segen.

„So lange ist das nun schon wieder her“, muss Dieter Schütz überlegen. Allzu entbehrungsreich empfanden er und seine Begleitung Maria Wende (59) die Zeit ohne einen Supermarkt in der Heinrich-Lübke-Siedlung gar nicht. Beide leben in Praunheim und haben von daheim aus ebenso weit bis zum Rewe in der Heerstraße wie zum eben erst eröffneten Rewe im neuen Quartierszentrum in der Heinrich-Lübke-Siedlung. Für andere war die Zeit ohne Supermarkt nur schwer erträglich.

Im Dezember 2008 hatte der dortige Plus-Markt geschlossen. Fast auf den Tag genau fünf Jahre später hat dort der neue Rewe mit einer Verkaufsfläche von 900 Quadratmetern, einem 30-köpfigen Team, einer Tiefgarage mit 50 Parkplätzen sowie einer Auswahl von 12 000 Artikeln eröffnet.

Gute Leberkäs-Brötchen

Dieter Schütz und Maria Wende schätzen zwar die „sinnvolle Ergänzung des Nahversorgungs-Angebots“, die Rewe biete, aber: „Eigentlich geht es uns dort meist nur um die Leberkäs-Brötchen für einen Euro, die sind unvergleichlich. Großeinkäufe kommen für uns dort eher nicht in Frage.“

Andere schätzen die kurzen Wege: Hildegard Maier (66) hat zwar ein Auto. Aber für schnelle Erledigungen braucht sie es nun nicht mehr: „Für manche Sachen musste man in den fünf Jahren eben in die Nordweststadt fahren. Das hat sich nun erledigt.“ Sie freut sich für die älteren Menschen in der Siedlung: „Meine beiden Nachbarinnen zum Beispiel haben kein Auto und waren ohne einen Supermarkt immer darauf angewiesen, dass sie jemand mitnimmt oder ihnen Sachen besorgt.“ Viele Bewohner der Heinrich-Lübke-Siedlung seien zu alt, um weite Wege mit schweren Einkaufstaschen zurückzulegen. Nicht jeder kann die 5,20 Euro ausgeben für eine Busfahrt zum Supermarkt und zurück. Aus Sicht von Hildegard Maier ist der neue Rewe daher vor allem für die vielen Menschen in der Siedlung eine Bereicherung, die jeden Cent zweimal umdrehen müssten.

Ein anderer Kunde kann dem nicht zustimmen und zeigt zur Beweisführung seinen Kassenzettel vom gestrigen Einkauf beim Aldi: „75 Euro habe ich dort ausgegeben. Hätte ich all dies beim Rewe gekauft, wären mit Sicherheit 150 Euro fällig gewesen.“ Er kauft nur das bei Rewe, was er bei Aldi, Netto oder Lidl nicht findet.

Angebote locken

So hält es auch Maria Wittmann, die gerade nur deshalb in den Rewe geht, weil es Suppenfleisch im Angebot gibt. Sie erzählt von Plänen, die einst vorsahen, schräg gegenüber dem neuen Rewe auf der anderen Seite der Ludwig-Landmann-Straße einen Discounter zu bauen. „Den braucht es hier noch immer“, so Wittmann. Neben dem Suppenfleisch erfüllt der Rewe für sie jedoch noch einen ganz anderen, sozialen Zweck in der Heinrich-Lübke-Siedlung: „Der Platz davor dient uns als eine Art Begegnungsstätte. Man trifft dort wieder Leute, die man lange nicht gesehen hat und kann sich darüber unterhalten, wie es einem geht.“ Außerdem bringe der Rewe auch die anderen Geschäfte in der gegenüberliegenden Ladenzeile mehr Laufkundschaft.

Vor drei Jahren hatte der städtische Wohnkonzern ABG Frankfurt Holding mit der 113 Millionen Euro teuren Sanierung der Heinrich-Lübke-Siedlung begonnen; 605 Wohnungen mussten modernisiert werden, im Februar beginnen die Arbeiten im letzten der fünf Höfe. Ende 2015 soll die Sanierung abgeschlossen sein und die Siedlung, in der seit den 1970er Jahren 2000 Menschen leben, in neuem Glanz erstrahlen.

Im Zuge der Sanierung entstand das neue Quartierszentrum mit dem Rewe-Markt, einer Apotheke, einer Änderungsschneiderei und einem Friseur. Zwei Ladenlokale stehen noch leer. Mit 1300 Quadratmetern ist die Ladenfläche im neuen Quartierszentrum doppelt so groß wie im alten. Zwischen den Gebäuden erstreckt sich der großzügig angelegte Platz mit Freitreppe, der das neue Tor zur Siedlung bildet und das Quartier zum Stadtteil hin öffnen soll.



(Benni Kilb)
Artikel Frankfurter Neue Presse vom 30.12.2013

zurück








Unsere Werbepartner:
Pietät Schüler

Frankfurter Sparkasse

FES

 





 

© 2004 by Medien- & Stadtteilbüro| Impressum