11.06.2018
Eintracht-Fans kicken für den guten Zweck
Das Benefizturnier „Fußballer und Fans helfen“...
mehr
14.05.2018
Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner geht weiter
Nachdem das Grünflächenamt bereits Anfang...
mehr
04.05.2018
Jugendliche enttäuscht von Vonovia
Die Wohnungsbaugesellschaft Vonovia geht...
mehr
03.05.2018
Ein Hausmeister fehlt
Die Liebigschule in Praunheim sucht seit...
mehr
02.05.2018
Gegner des neuen Stadtteils schließen sich zusammen
Das neue „Aktionsbündnis Graswurzeln“ richtet...
mehr
22.04.2018
Hochzeitlicher Autokorso mit Polizeieinsatz
Ein Autokorso anlässlich einer Hochzeit...
mehr
18.04.2018
Eine grüne Oase – mit auffällig viel Müll
Einst war die Nordweststadt als Trabantenstadt...
mehr
12.04.2018
Neuanfang mit Tradition
Der Jugendclub Praunheim wird 40 Jahre alt....
mehr
Tipps und Infos zur Freizeitgestaltung in und um Heddernheim.
mehr Infos


Gedichte und Geschichten von Heddernheimer Bürgern. z.B.
Ohne Worte!

mehr

Wussten Sie eigentlich?

mehr

Die Motzbox ist der Heddernheimer Kummerkasten für Beschwerden usw. der Heddernheimer Bürger z.B.

Endlich! Wurde auch Zeit!

mehr

 









06.08.2015

Nur noch wenige Wochen bis zum Umzug

Die Kisten für den Umzug der Praunheimer Werkstätten in die Christa-Maar-Straße stehen schon parat – im September soll es losgehen. Einige Wochen vor dem Umzug organisierte die SPD Praunheim gestern einen Rundgang, wo nicht nur die Zukunft der Werkstätten im Mittelpunkt stand. Auch die Nutzung der alten Räume bleibt ein wichtiges Thema.

„Hier geht es gerade in die heiße Phase“, erklärt Wolfgang Rhein, seit 1993 Geschäftsführer der Praunheimer Werkstätten (PW), warum der versprochene Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten der Behindertenwerkstätten an diesem Tag ausbleiben muss. „Drinnen sind derzeit alle Handwerker gleichzeitig am Arbeiten, es hängen Kabel aus den Decken. Wenn jetzt noch etwas kaputt ginge, wäre das die größte Katastrophe“, sagt Rhein entschuldigend: „Immerhin wollen wir die Räume ab September beziehen.“

15 000 Quadratmeter groß ist das Gelände, das seit Jahrzehnten ungenutzt am Rand von Praunheim lag. „Früher war hier die Firma Hartmann und Braun beheimatet“, erzählt Rhein: „Das große Gelände nicht zu nutzen, war eine Verschwendung.“ Umso erfreulicher findet er, dass in den letzten Monaten ein zweistöckiger Gebäudekomplex mit 8000 Quadratmetern Nutzfläche entstanden ist, wo künftig 240 behinderte Menschen arbeiten und 42 weitere, die nicht „werkstattfähig“ sind, in Tagesbetreuung kommen.

21,2, Mio. Euro investiert

Und auch die Praunheimer Politik und Bevölkerung freut es, dass die PW im Stadtteil ein neues Zuhause gefunden haben und nicht abwandern müssen. „Die Werkstätten gehören zu Praunheim“, sind sich SPD-Stadtverordnete Ursula Busch und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat 7, Hans-Jürgen Sasse, einig. Geplant war für das neue Gebäude eine Gesamtinvestition von 21,2 Millionen Euro: „Wir liegen genau im Kosten- und Zeitplan“, sagt der PW-Geschäftsführer und erklärt, dass der Bau der gemeinnützigen GmbH von verschiedenen Seiten gefördert worden sei. Neben dem Landeswohlfahrtsverband zahlten auch das Landesintegrationsamt, das Land Hessen und die Stadt Frankfurt hohe Fördersummen, die den Löwenanteil des Neubaus ausmachten. Auch eine von den PW initiierte Spendenaktion brachte rund 1,5 Millionen Euro ein. „Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass wir mindestens 20 Prozent der Summe selbst finanzieren. Das ist in der Realität aber ein höherer Anteil geworden“, erklärt Rhein.

Zum Beispiel, weil die PW auf ein Kühlsystem bestanden hatte, das ihnen aus dem Fördertopf nicht genehmigt wurde. „Jetzt haben wir uns für ein System mit sanfter Kühlung entschieden, wo im Sommer kaltes Wasser durch die Heizkörper fließt, um eine einigermaßen annehmbare Arbeitsatmosphäre zu schaffen.“ In der Vergangenheit seien bei heißen Temperaturen immer wieder Menschen in den Werkstätten zusammengebrochen. Dass dann 140 000 Euro in ein Kühlsystem von den PW selbst finanziert werden müssen, ärgert Rhein: „Da wird am falschen Ende gespart!“

Gespart wird auch erst mal bei den Plänen zur vorläufigen Umnutzung der alten Gebäude in Alt-Praunheim. Hier sollen laut derzeitiger Planung direkt nach dem Auszug der PW Ateliers für den Verein Kunstwerk Praunheim eingerichtet werden. Auch über eine Nutzung durch den Jugendclub Praunheim wird nachgedacht und über eine Flüchtlingsunterkunft. Gabriela Bloem, Vorsitzende von Kunstwerk Praunheim, findet, dass diese Pläne ganz hervorragend zusammenpassen und freut sich jetzt schon auf den Tag, an dem der Verein Kunstwerk im alten Werkstattbereich sein Zuhause gefunden hat: „Doch die Sektkorken lassen wir erst knallen, wenn wir tatsächlich eingezogen sind.“

Marodes Gebäude

Rhein prognostiziert, dass das Vorhaben von Kunstwerk Praunheim schwieriger werden könnte als gedacht. „Der Hauptgrund für unseren Wegzug war die Tatsache, dass das alte Gebäude für viel Geld umgebaut werden müsste: „Die Anlage ist marode und nicht barrierefrei, es regnet rein und im Winter fallen die Heizungen aus. Dazu erschwert der Denkmalschutz einen Umbau. Die Investitionskosten liegen im Millionenbereich“, warnt der PW-Geschäftsführer. Bloem lässt sich davon nicht entmutigen: „Wir haben mit Basis e.V. einen starken Partner an unserer Seite, der Erfahrung mit Ausbau und Nutzung von Ateliers hat. Gemeinsam schaffen wir das schon.“



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 06.08.2015. Von Sandra Kathe

zurück








Unsere Werbepartner:
Pietät Schüler

Frankfurter Sparkasse

FES

 





 

© 2004 by Medien- & Stadtteilbüro| Impressum